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Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl Interkulturelle Germanistik – Prof. Dr. Gesine Lenore Schiewer

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Masterstudiengang Interkulturelle Germanistik

Unterschiedliche Lebensformen, Sprachen, Literaturen und Kulturen zu vergleichen und interkulturelle Kommunikationsprozesse zu analysieren, gehört an der Universität Bayreuth zum Kernbereich der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Der forschungsorientierte und zugleich praxisnahe Masterstudiengang Interkulturelle Germanistik ist in diesen Schwerpunkt integriert.

Inhalte des MasterstudiengangsEinklappen

Thematische Ausrichtung und Zielgruppen

Interkulturelle Germanistik beschäftigt sich mit zentralen Bereichen der deutschen Sprache und Kultur. Diese werden vergleichend aus kulturellen Innen- und Außen- sichten betrachtet. Das Fachgebiet verknüpft auf diese Weise Aufgaben der Germanistik und des Faches Deutsch als Fremdsprache zu einer gegenwartsbezogenen Fremdkulturwissenschaft. Methodisch führt dies zu funktional-variablen Perspektiven auf die Lehr- und Forschungsgegenstände, vornehmlich mit diskurslinguistischen, kulturwissenschaftlichen und literaturwissenschaftlichen Verfahren.

Der Masterstudiengang Interkulturelle Germanistik wendet sich an deutsche und ausländische Studierende, die verantwortungsvolle Tätigkeiten in der interkulturellen Zusammenarbeit, in Wissenschaft, Politik, Verwaltung oder Wirtschaft anstreben.

Im Verlauf des Studiums erwerben die Studierenden allgemeine soziale, kulturelle und mediale Kompetenzen zur Bewältigung kultureller Überschneidungssituationen. Im Einzelnen werden vermittelt:

  • eine diskurslinguistisch ausgerichtete Methodenkompetenz zur Analyse interkultureller interpersonaler Kommunikation,
  • eine hermeneutische Textkompetenz mit kulturthematischen und -vergleichendenSchwerpunkten sowie
  • kulturwissenschaftlich-ethnographische Methoden der Erschließung gesellschaftlicher Bereiche, einschließlich ihrer Darstellungen in den Medien oder durch kulturelle Mittler-Organisationen.

Die Anlage des Studiums umfasst auch die Reflexion und Analyse beruflicher Handlungsanforderungen. Die angestrebten interkulturellen Kompetenzen sind auf das kooperative Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft in Deutschland gerichtet. Das Fachgebiet beteiligt sich an der Erforschung sprachlich-kultureller Integrationsprozesse und an der Entwicklung von Konzepten zur Weiterbildung von Fachkräften.

Partnerinstitutionen im In- und Ausland, die sich mit der deutschen Sprache und Kultur unter Fremdheitsbedingungen beschäftigen, werden in das Master-Konzept einbezogen, u.a. durch die Schaffung von Studienvarianten (Doppelabschlüsse und integrierte Curricula).

​Positionierung des Fachgebiets und Gliederung des Studiums  / ModuleEinklappen

Der Vergleich unterschiedlicher Lebensformen, Sprachen, Literaturen und Kulturen und die damit einhergehende Analyse interkultureller Kommunikationsprozesse gehören zum Kernbereich der Bayreuther Geisteswissenschaften. Das Fachgebiet versteht sich als Baustein des Profilschwerpunkts "Interkulturalität" der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät und unterstützt ihn in Forschung (u.a. durch die kontinuierliche Einwerbung von einschlägigen Drittmittelprojekten), in der Lehre (s.u. Modulthemen; ERASMUS- und Doppelabschluss-Kooperationen auf BA- und MA- Ebene) und in der Berufsorientierung (EU-LEONARDO-Praktikantenprojekt; Durchführung der jährlichen Sommeruniversität für interkulturelle Deutschstudien).

Der Studiengang Interkulturelle Germanistik wird als modularisiertes zweijähriges Programm im Umfang von 120 ECTS (LP) angeboten. Die folgende Übersicht der Module / Modulbereiche berücksichtigt die im April 2012 vom Ministerium genehmigte Neufassung der Studiendokumente. Er ist wie folgt gegliedert:

Modul 1 / A. Fremdverstehen und kulturelles Mitteln (Übergreifend-xenologisches Modul)
... thematisiert den fachkonstitutiven und modulübergreifenden Zusammenhang von Fremdverstehen, Interkulturalität und Mediation.

Modul 2 / B. Deutsche Gegenwartssprache und interkulturelle Kommunikation (Linguistisches Modul)
... konzentriert sich auf die Theorie der interkulturellen Kommunikation und die Analyse der Verwendungsformen der deutschen Sprache unter der Bedingung ihrer Fremdheit.

Modul 3 / C. Kultur, Kulturbeziehungen und internationaler Kulturaustausch (Kulturvergleichendes Modul)
... analysiert in Fallstudien exemplarische und vermittlungsrelevante Themenbereiche der Landeskunde deutschsprachiger Länder.

Modul 4 / D. Deutschsprachige Literatur als fremde Literatur (Literaturwissenschaftliches Modul)
... thematisiert literarische Darstellungen kultureller Fremde sowie Fragen der fremdkulturellen Rezeption deutschsprachiger Texte.

Modul 5 / E. Interkulturelle Kompetenzen (Berufsorientierendes Modul)
verbindet theoretische Positionen zu interkulturellen Kompetenzen mit beruflichen Schlüsselqualifikationen zur Vermittlung einer fremden Sprache und Kultur und zur interkulturellen Mediation. 

Modul 6 / F. Forschungspositionen und -methoden interkultureller Germanistik (Forschungsorientierendes Modul)
... vermittelt kulturvergleichende und xenologische Forschungsmethoden im Zusammenhang mit der Konzeption und Ausarbeitung der Masterarbeit.

Modul 7 / G. Komplementäre / Vertiefende Studien und Studium Generale
... bietet den Studierenden Wahlveranstaltungen, um zusätzliche Fachkenntnisse zu erwerben oder erarbeitete Themen zu vertiefen.

Die interdisziplinäre Anlage des Studiums soll Übergänge aus germanistischen BA-Studiengängen im In- und Ausland oder aus philologischen bzw. kulturwissenschaftlichen Studiengängen mit germanistischen Anteilen ermöglichen.

Besonders befähigte Master-Absolventen werden angeleitet, ein Promotionsstudium anzuschließen. Damit unterstützt das Fachgebiet das Internationale Promotions-Programm (IPP) "Kulturbegegnungen – Cultural Encounters – Rencontres Interculturelles" sowie das Promotionskolleg "Kulturelle Konstruktion von Wissen" der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät und bringt seine internationalen Kooperationspartner mit ein.

DokumenteEinklappen

Orientierung im Studium bieten die einschlägigen Rahmendokumente:

​Zulassungsvoraussetzungen Einklappen

Als Voraussetzungen für die Zulassung zum Masterstudiengang gelten u.a.:

(a) ein Bachelor-Studienabschluss in einer inlands- oder auslandsgermanistischen Studienrichtung mit mindestens der Prüfungsnote "gut";

(b) ein Bachelor-Studienabschluss in einer fremdsprachenphilologischen oder kulturwissenschaftlichen Studienrichtung mit Kombinationsfach Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache oder Interkulturelle Germanistik (mindestens 49 ECTS-Punkte).

Auf Antrag können gleichgeartete Qualifikationen die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen; einschlägige Studien- und Prüfungsleistungen können angerechnet werden.

BewerbungEinklappen

Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt. Dennoch müssen Sie sich um eine Zulassung bewerben, bei der geprüft wird, ob Sie über die formalen und fachlichen Zulassungsvoraussetzungen für den weiterführenden Studiengang (Master) verfügen.

Sie finden alle für die Bewerbung (Arbeitsschritt 1) und Zulassung (Arbeitsschritt 2) erforderlichen Informationen auf der Website der Universität Bayreuth. Eine Einschreibung (Arbeitsschritt 3) ist erst mit einer erfolgreichen Zulassung und auch nur vor Ort in Bayreuth in der Studierendenkanzlei möglich.

(1.) Hinweise zum Masterstudiengang (Studieninhalte und -ziele, Zulassungsvoraussetzungen, Bewerbung für die Zulassung (1. Schritt), Einschreibung nach der Zulassung (2. Schritt) und Studienbeginn finden sich in dem aktuellen Bereich unserer Webseite.

(2.) Vor der Einschreibung kommt die Zulassung. Sie bewerben sich über das International Office (Akademische Auslandsamt) der Universität Bayreuth. Nur mit einem Zulassungsbescheid der Studierendenkanzlei (der Ihnen dann per Post zugeschickt wird) sind Sie zur Einschreibung und zur Aufnahme eines Studiums an der Universität Bayreuth berechtigt. Hinweise zur Bewerbung (für ausländische Studieninteressent(inn)en) finden Sie auf den Seiten des International Office.

Auf der oben angegebene Seite des International Office finden Sie zum Download das PDF-Formular "Antrag auf Zulassung zum Studium für internationale Studienbewerber/innen" sowie ein "Merkblatt für internationale Studienbewerber/innen".

Im genannten Bereich sowie auf den Seiten der Studierendenkanzlei finden Sie zudem Hinweise auf Bewerbungs- und Einschreibefristenfristen. Beachten Sie bitte, falls Sie sich aus dem "Nicht-EU-Ausland" bewerben, dass Ihnen ausreichend Zeit für eine Vorbereitung reicht. Insbesondere die Beantragung des Studienvisums und andere administrative Schritte erfordern unter Umständen viel Zeit. Die Anreise nach Bayreuth sollte nicht unmittelbar zum Vorlesungsbeginn des jeweiligen Semesters erfolgen, damit Ihnen genug Zeit zur Einschreibung (nur persönlich in der Studierendenkanzlei zu den vorgesehenen Zeiten möglich), zur Wohnungssuche (z.B. Registrierung beim Studentenwerk Oberfranken bei Bewerbung um ein Wohnheimzimmer) und zur Orientierung bleibt. Beachten Sie bitte auch, dass bereits vor Beginn der Vorlesungszeit Informations- und Orientierungsveranstaltungen stattfinden (u.a. das Studienpropädeutikum der Interkulturellen Germanistik).

Wichtig: Um das Zulassungsverfahren zu beschleunigen, können Sie Ihre Unterlagen vorab faxen:
++49 (0)921 55-5248 (Bitte vergessen Sie nicht, eine genaue, evtl. kopierbare Heimatadresse anzugeben!) Die Bewerbungsunterlagen müssen zusätzlich auch im Original per Post an das International Office geschickt werden:


Universität Bayreuth
International Office

Zentrale Universitätsverwaltung

95440 Bayreuth
Deutschland

(3.) Lesen Sie bitte auch sorgfältig die Informationsseiten der Studierendenkanzlei zum Thema "Einschreiben" – dort finden Sie insbesondere Hinweise zum Einschreibungsverfahren (Immatrikulation), zu den erforderlichen Unterlagen, zu Sozial- und Studiengebühren und so fort.

Häufig gestellte Fragen

  • "Programmstudierende": Ausländische Studienbewerber, die sich auf der Grundlage eines Partnerschaftsvertrags mit der Universität Bayreuth um einen Studienplatz bewerben wollen, verwenden dagegen die folgenden Antragsunterlagen: Application Form for Admission and for Registration
 Within the Scheme of Student Exchange (e.g. ERASMUS) (pdf)

  • Ansprechperson: Falls Sie Frage haben zum Eingang Ihres Zulassungsantrags oder zum Stand der Bearbeitung, können Sie diese an Herrn Richard Kastner (incoming@uni-bayreuth.de) senden.

  • Vorlage des Bachelor-Zeugnisses
: Falls Sie beim Zeitpunkt der Bewerbung Ihr Abschluss-Zeugnis aus einem vorigen Studiengang (v.a. Bachelor als Zulassungsvoraussetzung) noch nicht erhalten haben, können Sie der Studierendenkanzlei eine Liste Ihrer besuchten und abgeschlossenen Seminarveranstaltungen schicken (getrennt aufgeführt nach den Studienjahren mit Titel der Veranstaltungen, Abschluss-Noten). Das Zeugnis-Original können Sie später schicken oder vor Ort in Bayreuth nachreichen.

  • DSH oder TestDaF
: Von der sprachlichen Eingangsprüfung DSH bzw. TestDaf 4/5 können Bewerber/innen befreit werden, wenn sie einen Bachelor-Abschluss in einem germanistischen oder übersetzungswissenschaftlichen Fach vorlegen (oder ein höherwertiges Äquivalent wie eine Staatsprüfung oder ein Diplom nach 4-5 Jahren Studium). Die Prüfung erfolgt durch den Studiengangsleiter auf Grundlage der eingereichten Bewerbungsunterlagen.

​BerufsorientierungenEinklappen

Die Forschungsorientierung der Studienanlage führt dazu, dass viele Studierende als Berufseinstieg eine Lehrtätigkeit an einer ausländischen Hochschule (vermittelt über den DAAD oder die Bosch-Stiftung) wahrnehmen und gleichzeitig oder anschließend promovieren. Andere bewerben sich um Tätigkeiten in den Bereichen Kulturarbeit im In- und Ausland (Kursorganisation, Verlags- und Pressetätigkeit, Tätigkeit in kulturellen Mittlerorganisationen) oder Vermittlung sprachlich-interkultureller Kompetenzen (Interkulturelles Training, Kommunikationsberatung, interkulturelle Mediation, Deutsch als Fremdsprache-Unterricht).

Während die Mehrzahl der deutschen Studierenden in alle genannten Berufsberei- che etwa zu gleichen Teilen strebt, bildet ein Großteil der ausländischen Studieren- den eine Gruppe, die sich vor allem für die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur an ausländischen Schulen und Hochschulen qualifizieren möchte.

Die Thematisierung kulturrelevanten Wissens und kultureller Vergleichs- und Mediationskompetenzen führt notwendiger Weise zur Reflexion bildungspolitischer Fragen, z.B. über die Folgen der kulturellen Vielfalt einer Einwanderungsgesellschaft für die Aus- und Weiterbildung, über mediale Darstellungen von Fremdem/Fremden im Inland oder über die Maßnahmen von Mittlerorganisationen zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur im Ausland. Die Behandlung aktueller thematischer Diskurse wird als Grundlage für eine fachspezifische Berufsbefähigung und für die im internationalen Berufsleben relevanten Anforderungen angesehen.

​Studienrelevante Kooperationen Einklappen

Durch Kooperationen mit Hochschulen im Ausland hat das Fachgebiet auf dem Bachelor-Level curriculare Abstimmungen mit auslandsgermanistischen Studiengängen getroffen, um ausgewählten Studierenden-Gruppen einen möglichst glatten Übergang in den Bayreuther Master-Studiengang zu ermöglichen.

Auf dem Master-Level bietet das Fachgebiet (vgl. die Rahmenvereinbarung der Universitäten Bamberg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg vom 26.2.1998) Studierenden der angrenzenden Universitäten die Möglichkeit, in Bayreuth Lehrveranstaltungen zu absolvieren. Bayreuther Studierende können gleichwertige Studienleistungen, die sie in den dortigen Fachgebieten Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache erbringen, anerkennen lassen. Im Rahmen von Germanistischen Institutspartnerschaften und bilateralen Verträgen ermöglicht das Fachgebiet Interkulturelle Germanistik die wechselseitige Öffnung von einzelnen Modulen für ein integriertes Auslandsstudium (u.a. an den Universitäten Qingdao und Posen sowie im Verbund des European Master in Intercultural Communication).

Tipps für internationale StudieninteressierteEinklappen

Studienanfängern aus dem Ausland, die noch keine Erfahrung mit dem deutschen Hochschulsystem haben, empfehlen wir zur Vorbereitung auf das Studium in Bayreuth folgende Angebote:


Verantwortlich für die Redaktion: Gabriele Ziegler

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