IG_BA 2.2: Interkulturelle Kommunikation mit Deutschsprachigen: Wissenschaftskommunikation
Hauptseminar, SWS:2, VL Nummer: 40556
Startdatum:15.10.2015 Enddatum: 06.02.2016
Termine:
Donnerstag von: 12:00 bis: 14:00 Raum: U.23 S93 Gebäude: GW I

Dozenten:
Tobias Schickhaus ;

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt über moodle (https://elearning.uni-bayreuth.de).
Inhalt der Lehrveranstaltung:

Interkulturelle Germanistik wird eine »germanistische Disziplin« genannt, »die im Koordinatendreieck von Fremdsprachengermanistik, Deutsch als Fremdsprache und Grundsprachengermanistik Perspektiven auf Deutsches, die Deutschen und die deutschsprachigen Länder weder hierarchisch ordnet noch als Hindernis einschätzt, sondern als Quelle zu besserem, weil multiperspektivischem Sehen erkennt und anerkennt« (Wierlacher 1994:51). Wissenschafts-kommunikation ‚zwischen den Stühlen‘ bildet nach dieser Definition den Grundstock im Proprium des Faches Interkulturelle Germanistik, vertiefte Reflexion über Fremd- und Selbstverstehen das Ziel seiner universitären Ausbildung. Jedoch geraten wir bereits an dieser Stelle in das Spannungsfeld von Wissen und Handeln, denn welche Kompetenzen sind erforderlich, um interkulturelle (Wissenschafts-)Kommunikation erfolgreich zu gestalten? Neben der vertieften Vermittlung und Aneignung wissenschaftlicher Arbeitstechniken wie der Recherche, Literaturverwaltung und Präsentation steht die Frage nach einem begrifflich geschärften Konzept von Interkultureller Kommunikation im Mittelpunkt des Seminars: Welchen Niederschlag finden hierzu aktuelle Einzelergebnisse aus den Teildisziplinen der Landes- und Kulturstudien sowie der Literaturwissenschaft und Didaktik? Wie sind Fachtermini wie etwa Interkulturalität, Kompetenz und Fremdheit in Beziehung zu setzen? Besonders der zweite Aspekt lässt sich nur in Ansätzen methodisch zufriedenstellend erfassen, obgleich der Versuch nicht unterbleiben soll, Kriterien einer anwendungsorientierten literarästhetischen, didaktischen und kulturwissenschaftlichen Kompetenz im Umgang mit Fremdheit zu beschreiben. Allgemeines: Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf den Lektüren und Präsentationen ausgewählter Fachbeiträge rund um das Fach Interkulturelle Germanistik und richtet sich an internationale und muttersprachliche Studierende gleichermaßen. Zum erfolgreichen Abschluss gilt die regelmäßige Teilnahme als Voraussetzung sowie der Beitrag i.F. einer Präsentation und Seminararbeit.


Literaturhinweise zu dieser Veranstaltung:
Hausstein, Alexandra (2000): Interkulturalität. In: Schnell, Ralf (Hg.): Metzler Lexikon Kultur der Gegenwart. Stuttgart: Metzler. S. 231-232. Leskovec, Andrea (2011): Einführung in die interkulturelle Literaturwissenschaft. Darmstadt: WBG. S. 9-30 Müller-Hartmann, Andreas (2008): Interkulturelle Kommunikation. In: Nünning, Ansgar (Hg.): Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze – Personen – Grundbegriffe. Weimar: J.B. Metzler. S.326-327. Müller-Jacquier, Bernd (2001): Interkulturelle Landeskunde. In: Helbig, Gerhard et al. (Hg): Deutsch als Fremdspache. HSK 19.2. Berlin: de Gruyter. S. 1230-1234. Schiewer, Gesine Lenore (2008): Keine Krisis der europäischen Wissenschaft: Transdisziplinarität als Programm in der interkulturellen Germanistik. In: Reuter, Ewald (Hg.): Professionelle Kommunikation, Bd. 34. München: IUDICIUM Verlag, S. 35–50. Wierlacher, Alois (1994): Zur Entstehungsgeschichte und Systematik interkultureller Germanistik (1984–1994). In: ders. (Hg.): Jahrbuch deutsch als Fremdsprache, Bd. 20. München: IUDICIUM Verlag, S. 37–56.
Für Hörer aller Fakultäten: nein

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